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CSR-Preis 2025 Übersicht Preisträger*innen und Nominierte Programm Ziele Ablauf Jury Kategorien FAQ Teilnahmebedingungen Datenschutzerklärung Rückblick Übersicht: Rückblick CSR-Netzwerktreffen 2021 Übersicht: CSR-Netzwerktreffen 2021 Programmpunkte und Mitschnitte Bildergalerie zum CSR-Netzwerktreffen 2021 Redner*innen der Konferenz Informationen zu den Praxis-Workshops Teilnahmebedingungen CSR-Preis 2020 Übersicht: CSR-Preis 2020 Die Preisträger*innen Die Nominierten Die Stakeholder Gesamtauswertung Ablauf und Termine Netzwerktreffen 2018 CSR-Trends CSR-Preis 2017 CSR-Preis 2014 CSR-Preis 2013 CSR-Self-Check
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Startseite Umsetzung Umsetzungshilfen für Unternehmen Netzwerkbildung und Schulungen

Netzwerkbildung und Schulungen

Menschenrechtliche und ökologische Sorgfaltspflicht lässt sich in der Praxis nicht allein durch Lektüre von Regelwerken umsetzen. Der Dialog mit anderen Unternehmen, branchenspezifische Austauschformate und praxisnahe Schulungsangebote beschleunigen den Lernprozess erheblich. Dieses Verzeichnis bündelt staatliche Initiativen und Foren, branchenübergreifende Multi-Stakeholder-Netzwerke sowie sektorspezifische Bündnisse, die Unternehmen bei der Verankerung von menschenrechtlichen Sorgfaltsprozessen unterstützen.

Staatliche und intergouvernementale Initiativen & Foren

Staatliche Initiativen und intergouvernementale Foren bilden den offiziellen Rahmen für den Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zur Weiterentwicklung der nationalen und europäischen Sorgfaltspflicht-Agenda.

Berliner CSR-Konsens zur Unternehmensverantwortung in Wertschöpfungs- und Lieferketten

Das Nationale CSR-Forum der Bundesregierung ist ein hochrangiges Expertengremium aus Vertreter*innen aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Bundesministerien. Es berät die Bundesregierung bei der Weiterentwicklung der nationalen CSR-Strategie und des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte und vermittelt den Unterstützungsbedarf der Wirtschaft direkt auf die politische Entscheidungsebene. Als konkretes Ergebnis dieser Beratungsarbeit verabschiedete das Forum 2018 den Berliner CSR-Konsens als praxisbezogene Orientierung für verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement.

Competence Centre for Human Rights Due Diligence (HRDD)

Das Competence Centre for Human Rights Due Diligence (HRDD) unterstützt globale und nationale Gewerkschaften sowie Arbeitnehmerorganisationen bei der strategischen Anwendung von Sorgfaltspflichten-Gesetzen. Die Plattform bündelt Fachwissen, um die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten – insbesondere der Vereinigungsfreiheit und des Rechts auf Tarifverhandlungen – effektiv in globalen Lieferketten durchzusetzen. Über einen spezialisierten Helpdesk und gezielte Pilotprogramme (z. B. in den Sektoren Bekleidung und kritische Rohstoffe) bietet das Zentrum praxisnahe Beratung und Kapazitätsaufbau. Damit fungiert es als zentrale Schnittstelle für eine wirksame, arbeitnehmerorientierte Umsetzung von HRDD-Sorgfaltspflichten im globalen Arbeitsrecht.

CSR-Preis der Bundesregierung

Der CSR-Preis der Bundesregierung zeichnet Unternehmen aller Größen aus, die ihre Geschäftstätigkeit dauerhaft sozial, ökologisch und wirtschaftlich verantwortungsvoll gestalten. Seit 2017 liegt ein expliziter Bewertungsschwerpunkt auf dem verantwortungsvollen Lieferkettenmanagement und der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten. Die Auszeichnung wurde zuletzt 2025 zum fünften Mal verliehen und dient Unternehmen auch als Instrument zur öffentlichen Kommunikation ihrer Sorgfaltspraxis und zum Austausch.

ILO-Helpdesk for Business on International Labour Standards

Der ILO-Helpdesk for Business on International Labour Standards der Internationalen Arbeitsorganisation unterstützt Unternehmen kostenlos bei der korrekten Auslegung und Anwendung internationaler Kernarbeitsnormen. Das Angebot deckt alle acht ILO-Kernübereinkommen ab – von Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen bis zur Beseitigung von Zwangs- und Kinderarbeit. Diese Normen bilden die verbindliche Referenzgrundlage für menschenrechtliche Risikoanalysen.

Partnerschaften 2030

Die Plattform Partnerschaften 2030 bringt unter der Koordination der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Engagement Global -bengo Unternehmen, staatliche Stellen und zivilgesellschaftliche Organisationen für Multi-Akteurs-Partnerschaften im Sinne der UN-Agenda 2030 zusammen. Das Angebot umfasst Rechts- und Prozessberatung, Finanzierungsberatung sowie moderierte Dialogformate zu nachhaltigen Geschäftsmodellen in globalen Lieferketten.

Branchenübergreifende Initiativen

Diese Netzwerke und Plattformen adressieren Fragestellungen über Branchengrenzen hinweg. Sie eignen sich besonders für Unternehmen, die allgemeine Grundlagen der Sorgfaltspflicht erarbeiten, branchenübergreifende Schulungsformate suchen oder sich in einem allgemeinen Nachhaltigkeitsdialog engagieren möchten.

Allianz für Integrität

Die Allianz für Integrität ist eine internationale Multi-Stakeholder-Initiative, die wirtschaftsgetrieben als Schnittstelle zwischen Privatsektor, politischen Institutionen und gesellschaftlichen Organisationen agiert. Sie bietet Compliance-Trainings, praxisnahe Publikationen und konkrete Werkzeuge zur Umsetzung von Anti-Korruptions-Maßnahmen in globalen Lieferketten an. Das Angebot ist besonders relevant für Unternehmen, die ihre Integritäts- und Governance-Prozesse nachweisbar verankern müssen.

Amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI)

Die Amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI) bietet ein weltweit anerkanntes, gemeinsames Überprüfungssystem für soziale Standards in globalen Lieferketten. Mitgliedsunternehmen aus Handel und Industrie nutzen die standardisierten Audits und das dazugehörige Schulungsprogramm, um die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern systematisch zu verbessern und zu dokumentieren.

UN Global Compact Netzwerk Deutschland

Das UN Global Compact Netzwerk Deutschland (UNGCD) ist das größte privatwirtschaftliche Nachhaltigkeitsnetzwerk Deutschlands und verbindet Unternehmen, die sich zu den zehn Prinzipien für Menschenrechte, Arbeit, Umwelt und Anti-Korruption verpflichten. Es bietet praxisnahe Qualifizierungsprogramme, thematische Schulungsformate und intensiven Peer-Learning-Austausch für alle Unternehmensgrößen an. Als Schnittstelle zwischen privatwirtschaftlichem Engagement und der UN-Nachhaltigkeitsarchitektur ermöglicht das Netzwerk die direkte Verknüpfung von Sorgfaltsprozessen mit den SDGs.

econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V.

Das Nachhaltigkeitsnetzwerk econsense e. V. bündelt global agierende Unternehmen zur kollektiven Entwicklung praxistauglicher Nachhaltigkeitslösungen. Man agiert in spezialisierten Arbeitsgruppen.

Mit dem Kompetenzprogramm Nachhaltigkeit bietet econsense auch mittelständischen Unternehmen Praxiswissen zu relevanten Nachhaltigkeitsthemen. Im Zentrum des Kompetenzprogramms steht, einen Raum für Dialog insbesondere für mittelständische Unternehmen zu schaffen. Branchenübergreifend werden in diesem Raum gemeinsam mit Unternehmen konkrete Ansätze, Methoden und Erfahrungen ausgetauscht und neu entwickelt.

Ethical Trading Initiative (ETI)

Die Ethical Trading Initiative (ETI) ist ein britisches Multi-Stakeholder-Bündnis aus Unternehmen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen, das sich für die Achtung der Arbeitnehmer*innenrechte in globalen Lieferketten einsetzt. Mithilfe des ETI Base Code – eines auf ILO-Standards basierenden Verhaltenskodexes – sowie praxisnaher Schulungsangebote unterstützt die Initiative Mitgliedsunternehmen bei der Operationalisierung von Sozialstandards. Das Angebot ist besonders relevant für Unternehmen, die in Lieferketten mit Großbritannien operieren und gleichzeitig UK Modern Slavery Act-Pflichten erfüllen müssen.

ISEAL Alliance – Globales Dachgremium für Nachhaltigkeitsstandards

Die ISEAL Alliance ist ein internationales Dachgremium für glaubwürdige Nachhaltigkeitsstandards und Zertifizierungssysteme. Als Qualitätssicherungsinstanz definiert sie globale Best Practices für die Entwicklung und Anwendung von Standards und ermöglicht damit den fundierten Vergleich unterschiedlicher Zertifizierungssysteme.

Responsible Business Helpdesk (RBH) – Netzwerk

Das Netzwerk der Responsible Business Helpdesks (RBHs) unterstützt lokale Unternehmen in globalen Partnerländern mit Schulungs- und Informationsangeboten zu menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten. Ein kostenfreies, interaktives E-Learning-Format auf der Plattform Atingi vermittelt die Grundlagen der HREDD anhand länderspezifischer Fallstudien und bislang sind diese in Englisch, Khmer, Mandarin, Spanisch, Türkisch und Vietnamesisch verfügbar ist. Für die Kontaktaufnahme mit den entsprechenden RBH, nutzen Sie das Contact Data Sheet.

UPJ e. V.

Das Multi-Stakeholder-Netzwerk UPJ e. V. verbindet engagierte Unternehmen mit gemeinnützigen Mittlerorganisationen, um gesellschaftliches Unternehmensengagement (Corporate Citizenship) und CSR-Aktivitäten praxisnah weiterzuentwickeln. Das Netzwerk organisiert regelmäßige Veranstaltungen und Peer-Learning-Formate zu den Themen Nachhaltigkeit, Unternehmensverantwortung und gesellschaftliche Wirkungsmessung.

Brancheninitiativen

Aktionsbündnis für nachhaltige Bananen (ABNB) (Agrar- und Lebensmittelwirtschaft)

Das Aktionsbündnis für nachhaltige Bananen (ABNB) setzt sich dafür ein, die gesamte Wertschöpfungskette der in Deutschland verkauften Bananen auf soziale und ökologische Standards auszurichten. Das Bündnis verbindet Einzelhandel, Importeure, Nichtregierungsorganisationen und staatliche Stellen und bietet Informationsveranstaltungen sowie Online-Kurse zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht im Agrarbereich an.

Aluminium Stewardship Initiative (ASI) (Metalle / Verpackungsindustrie)

Die Aluminium Stewardship Initiative (ASI) definiert weltweite Nachhaltigkeitsstandards entlang der gesamten Aluminiumwertschöpfungskette – von der Bauxitmine bis zum Recycling. Durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem und praxisnahe Schulungsangebote unterstützt die ASI Unternehmen in der Metall- und Verpackungsindustrie dabei, ihre Sorgfaltspflichten für Aluminium-Rohstoffe zu erfüllen.

Better Buying im Einzelhandel (Einzelhandel / Einkaufspraktiken)

Die Bewertungsplattform Better Buying erhebt anonym die Erfahrungen von Zulieferern mit den Einkaufspraktiken globaler Marken und Einzelhändler. Die systematisch ausgewerteten Daten schaffen eine einzigartige, evidenzbasierte Transparenz über problematische Praktiken wie kurzfristige Auftragsänderungen, unrealistische Lieferfristen und unfaire Preisgestaltung. Für Einkaufsabteilungen sind diese Daten ein direktes Werkzeug zur Identifikation von Sorgfaltspflichtverletzungen in der eigenen Beschaffungspraxis.

Better Cotton Initiative (Textil- und Bekleidungsindustrie)

Die Better Cotton Initiative (BCI) ist die weltweit größte Initiative für nachhaltige Baumwollproduktion mit über 2.500 Mitgliedsorganisationen. Sie verbessert die Arbeitsbedingungen und ökologische Praxis in Baumwollanbaugebieten durch Schulungen, Feldprogramme und ein globales Verifizierungssystem. Die BCI-Mitgliedschaft unterstützt Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie beim Nachweis ihrer Sorgfaltspflichten für natürliche Rohstoffe.

Better Work Programme in der Textil- und Bekleidungsindustrie

Das Better Work Programme ist eine gemeinsame Initiative der ILO und der International Finance Corporation (IFC), die konkrete Fabrikberatungen, Schulungen und unabhängige Bewertungen in wichtigen Textilproduktionsländern durchführt. Durch die direkte Verknüpfung von Regierungen, Gewerkschaften, Fabrikbesitzer*innen und global einkaufenden Marken werden strukturelle Arbeitsbedingungen messbar verbessert. Die Programmergebnisse liefern einkaufenden Unternehmen belastbare Sorgfaltsnachweise.

Blue Competence (Maschinen- und Anlagenbau)

Die Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) fördert die Verankerung von Nachhaltigkeitsstandards im deutschen Maschinenbausektor. Veranstaltungen und Mitgliederaktivitäten helfen Unternehmen, nachhaltige Lösungen und Technologien entlang ihrer Lieferketten sichtbar zu machen und branchenweit bekannt zu streuen.

Branchendialoge

In den Branchendialogen bringt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Unternehmen mit Zivilgesellschaft und Gewerkschaften zusammen, um im Multi-Stakeholder-Verbund Maßnahmen für faire Lieferketten zu entwickeln. Das Format richtet sich an international verzweigte Branchen mit besonderen menschenrechtlichen Herausforderungen. Bisher wurden Dialoge mit der Automobilindustrie, der Energiewirtschaft, sowie dem Lebensmitteleinzelhandel und der Ernährungsindustrie gestartet. Ziel ist es, die Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Sorgfaltspflichten nach den VN-Leitprinzipien zu unterstützen und damit den Menschenrechtsschutz entlang globaler Wertschöpfungsketten zu erhöhen. Durch die Veröffentlichung von guter Praxis geben die Branchendialoge auch anderen Unternehmen und Branchen Orientierung für die praktische Umsetzung von Sorgfaltspflichten.

Chemie³ (Chemisch-pharmazeutische Industrie)

Unter dem gemeinsamen Dach von Chemie3 setzen sich der Verband der Chemischen Industrie (VCI), die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) für die Verankerung der drei Nachhaltigkeitsdimensionen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie ein. Das Netzwerk stellt einen branchenspezifischen Standard zur Umsetzung des LkSG, Online-Tools und einen aktiven Dialogkreis für die Umsetzung gesetzlicher Sorgfaltspflichten in Chemielieferketten bereit.

Drive Sustainability (Automobilindustrie)

Die Partnerschaft Drive Sustainability vereint führende Automobilhersteller zur kollektiven Verbesserung der sozialen, ethischen und ökologischen Leistung globaler Automobilzulieferketten. Gemeinsame Schulungsformate, branchenweit anerkannte Beschaffungsleitprinzipien und ein praxisorientierter Leitfaden ermöglichen es Zulieferern, ihre Sorgfaltsnachweise effizient gegenüber mehreren Original Equipment Manufacturer-Auftraggebern gleichzeitig zu erbringen.

European Partnership for Responsible Minerals (EPRM) (Bergbau / Rohstoffe)

Die European Partnership for Responsible Minerals (EPRM) ist ein Multi-Stakeholder-Initiative, die sich für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Minenarbeiter*innen sowie den sozial verantwortlichen Abbau von Mineralien in Konflikt- und Hochrisikogebieten einsetzt. Mithilfe des integrierten Due Diligence Hub ermittelt die EPRM, wie Unternehmen ihre Sorgfaltspflichten entlang der Mineralienlieferkette erfüllen können und welche konkreten Maßnahmen zur Risikomitigation geeignet sind.

Fair Wear Foundation (Bekleidungsindustrie)

Die gemeinnützige Fair Wear Foundation (FWF) verbessert in enger Zusammenarbeit mit Mitgliedsunternehmen, Gewerkschaften und NGOs die Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie. Das Angebot umfasst einen Marken-Performance-Check, einen Online-Lohnvergleichsrechner sowie detaillierte Anleitungen zu Zertifizierungsprozessen und Beschwerdemechanismen. Die FWF-Mitgliedschaft gilt international als anerkannter Nachweis der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten im Textilsektor.

Forum Nachhaltiger Kakao (Agrar- und Lebensmittelwirtschaft)

Das Forum Nachhaltiger Kakao ist eine staatlich mitinitiierte Multi-Stakeholder-Initiative, die unter Federführung des BMLEH und des BMZ die gesamte Wertschöpfungskette der in Deutschland gehandelten Kakaoprodukte auf nachhaltige Standards ausrichtet. Mitglieder aus Unternehmen, Verbänden und Zivilgesellschaft verpflichten sich zu überprüfbaren Fortschritten bei Menschenrechten, existenzsichernden Einkommen und ökologischen Anbaumethoden in Produzentenländern.

Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) (Agrar- und Lebensmittelwirtschaft)

Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ist eine Multi-Akteurs-Partnerschaft (MAP), die aus über fünfzig Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) besteht. Das FONAP Sekretariat ist bei dem Global Nature Fund (GNF) angesiedelt. Das Forum setzt sich für die Verbesserung der Zertifizierungssysteme in der globalen Palmöllieferkette ein. Mitgliedsunternehmen aus Lebensmittelherstellung, Agrochemie und Konsumgüterindustrie erhalten in regelmäßigen Arbeitsgruppen und Veranstaltungen praxisnahe Unterstützung bei der Risikoanalyse für Palmöl-Rohstofflieferketten.

Global Battery Alliance (Batterien / Elektromobilität)

Die Global Battery Alliance (GBA) wurde vom Weltwirtschaftsforum gegründet und vereint Unternehmen der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette – von der Kobalt- und Lithiummine über die Zellproduktion bis zum Recycling – mit Regierungen, NGOs und Wissenschaft. Ziel ist es, menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken in der Batteriefertigung zu eliminieren. Die GBA-Mitgliedschaft ist ein zentrales Instrument für Automobilhersteller und Elektronikunternehmen zur Erfüllung ihrer Rohstoff-Rückverfolgbarkeitspflichten.

Global Network Initiative (Telekommunikations- und IKT-Branche)

Die Global Network Initiative(GNI) ist ein branchenspezifischer Zusammenschluss von Telekommunikations- und Technologieunternehmen, NGOs und akademischen Institutionen. Sie engagiert sich für Meinungsfreiheit, Datenschutz und die Achtung der Menschenrechte im digitalen Raum. Durch Berichte, Schulungen und strukturierte Multi-Stakeholder-Dialoge unterstützt die GNI IKT-Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Sorgfaltspflichten im Kontext des EU AI Acts und der CSDDD.

International Accord for Health and Safety in the Textile and Garment Industry (Textil- und Bekleidungsindustrie)

Der International Accord ist eine rechtlich verbindliche Vereinbarung zwischen global einkaufenden Textilmarken und internationalen Gewerkschaften zur Gewährleistung sicherer Arbeitsstätten in Bekleidungsfabriken. Er verpflichtet Mitgliedsunternehmen zu unabhängigen Fabrikinspektionen, finanzierten Sicherheitsrenovierungen und effektiven Beschwerdemechanismen in mehreren Produktionsländern. Der Accord gilt als das weltweit wirksamste rechtlich bindende Instrument zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten im Textilsektor.

Metal Alliance for Responsible Sourcing (MARS) (Metalle / Rohstoffindustrie)

Die Metal Alliance for Responsible Sourcing (MARS) bietet europäischen Unternehmen in der Metall- und Rohstoffindustrie individuelle Beratungs- und Betreuungsangebote zur Einhaltung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht. Die Initiative unterstützt bei der Identifikation von Rohstoffquellen, der Bewertung von Menschenrechts- und Umweltrisiken sowie der Entwicklung passgenauer Risikomanagementsysteme.

Responsible Business Alliance (RBA)

Die Responsible Business Alliance (RBA) ist die weltweit größte Non-Profit-Koalition für verantwortungsvolle Lieferketten in der fertigenden Industrie. Mitgliedsunternehmen verpflichten sich auf einen umfassenden Verhaltenskodex für Arbeits-, Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards sowie Anti-Korruption in globalen Lieferketten. Die RBA organisiert Audits, Schulungen und ein standardisiertes Datenmanagementsystem, um Sorgfaltspflichten gegenüber Aufsichtsbehörden nachzuweisen.

Responsible Mica Initiative (Bergbau – Glimmer / Kosmetik- und Elektronikindustrie)

Die Responsible Mica Initiative (RMI) ist ein globales Aktionsbündnis aus über 100 Mitgliederorganisationen, das sich für die Beendigung von Kinderarbeit und die Verbesserung der Lebensbedingungen im indischen Glimmer-Bergbau einsetzt. Das Bündnis entwickelt Zertifizierungsprogramme, Kapazitätsaufbauprojekte für Minengemeinschaften und Transparenzwerkzeuge für einkaufende Unternehmen aus der Kosmetik-, Automobil- und Elektronikindustrie.

ResponsibleSteel (Stahlindustrie)

Die Initiative ResponsibleSteel ist ein weltweites, multi-stakeholder-basiertes Zertifizierungssystem für verantwortungsvolle Stahlproduktion. Sie vereint Stahlhersteller, Zulieferer, Abnehmer und NGOs, um menschenrechtliche und ökologische Standards entlang der gesamten Stahl-Wertschöpfungskette messbar und nachweisbar zu etablieren.

Runder Tisch Menschenrechte im Tourismus e.V. (Tourismus)

Der Runde Tisch Menschenrechte im Tourismus e. V. beschäftigt sich mit der Umsetzung unternehmerischer Menschenrechtsverantwortung im Tourismussektor. Die Initiative bietet ein branchenspezifisches Online-Tool zur menschenrechtlichen Folgenabschätzung sowie praxisnahe Weiterbildungsformate für die Integration der UN-Leitprinzipien in Reiseproduktentwicklung und Hoteleinkauf.

Sustainable Apparel Coalition (SAC) (Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie)

Die Sustainable Apparel Coalition (SAC) vereint Marken, Einzelhändler, Zulieferer und Handelsverbände der Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie. Mit dem standardisierten Higg-Index hat die SAC ein weltweit anerkanntes Messinstrument für Umwelt- und Sozialauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt.

Textildialog

Das Dialogue and Impact for Sustainable Textiles (DST) wurde 2026 als Multi-Stakeholder-Netzwerk für nachhaltige Textillieferketten gestartet. Das DST baut auf die über elf Jahre gemeinsamen Engagements des vormaligen "Bündnis für nachhaltige Textilien" auf. Im Rahmen des Netzwerks setzt sich die Bundesregierung gemeinsam mit Unternehmen, Verbänden, Nicht-Regierungsorganisationen, Gewerkschaften sowie wissenschaftlichen Institutionen und Multi-Stakeholder-Partnerschaften für soziale und ökologische Verbesserungen in der Textil- und Bekleidungsbranche entlang der globalen Textillieferkette ein. Ziel ist es, insbesondere in textilproduzierenden Ländern, die Umweltstandards sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Together for Sustainability (TfS) (Chemiebranche)

Das Unternehmensnetzwerk Together for Sustainability (TfS) bringt Akteure der Chemie-Branche zusammen. Das Ziel: die ökologischen und sozialen Standards in den Lieferketten zu verbessern und die Bewertungen und Audits von Lieferanten weltweit zu vereinheitlichen. Das TfS organisiert Dialog- und Informationsveranstaltungen und stellt Trainingsmaterialien für Zulieferer bereit.

Hier finden Sie einen Überblick über aktuelle Termine und Veranstaltungen im Themenbereich der nachhaltigen Unternehmensführung.

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